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Technologie

Batteriespeicheranlage für eine stabile, erneuerbare Stromversorgung.

Eine Batteriespeicheranlage (BESS) nimmt Strom auf, wenn mehr erzeugt als verbraucht wird, und gibt ihn zurück ins Netz, sobald er gebraucht wird. So wird sie zum stabilisierenden Rückgrat eines Stromsystems, das zunehmend auf Wind und Sonne beruht.

Anlagenkomponenten

Drei Kernkomponenten einer Batteriespeicheranlage.

Eine BESS-Anlage besteht aus standardisierten Modulen, die auf dem Grundstück installiert und in wenigen Wochen in Betrieb genommen werden. Die drei zentralen Einheiten übernehmen Speicherung, Wandlung und Netzanbindung.

Batteriespeicher-Container: LFP-Module in standardisierten Containereinheiten

Batteriecontainer

Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) in standardisierten 20-Fuß-Containergehäusen. LFP enthält kein Kobalt oder Nickel und ist thermisch deutlich stabiler als ältere NMC-Chemie. Mehrere Container bilden die Gesamtkapazität der Anlage; die Modularität erlaubt spätere Erweiterungen ohne bauliche Eingriffe.

Zellchemie
LFP · cobaltfrei
Kapazität
2–4 MWh je Einheit
Bauform
20-Fuß-Container
Lebensdauer
15–20 Jahre
Wechselrichter: bidirektionale Wandlung zwischen Batterie-Gleichstrom und Netz-Wechselstrom

Wechselrichter

Der Wechselrichter wandelt Gleichstrom der Batterie bidirektional in netzkonformes Wechselstrom um. Er steuert Lade- und Entladevorgang, regelt Wirk- und Blindleistung und ermöglicht die Millisekunden-schnelle Reaktion, die für Regelenergiemärkte wie FCR und aFRR erforderlich ist.

Wandlung
DC/AC bidirektional
Reaktionszeit
unter 1 Sekunde
Regelung
Wirk- und Blindleistung
Märkte
FCR · aFRR · Intraday
Transformator: Spannungsanpassung für den Netzanschluss der Batteriespeicheranlage

Transformator

Der Transformator passt die Ausgangsspannung des Wechselrichters an das öffentliche Mittelspannungsnetz an. Er ist das Bindeglied zwischen der Anlage und dem Verteilnetz des zuständigen Netzbetreibers. Standort und Dimensionierung richten sich nach dem Verknüpfungspunkt und der genehmigten Anschlussleistung.

Funktion
NS auf MS hochsetzen
Anschluss
Mittelspannungsnetz
Abstimmung
mit Netzbetreiber
Dimensionierung
nach Anschlussleistung

Warum überhaupt Speicher?

Mittags zu viel, abends zu wenig: Speicher schließen die Lücke.

Wind weht, wann er weht. Solar liefert tagsüber, gebraucht wird Strom aber rund um die Uhr. Wie weit Erzeugung und Verbrauch auseinanderlaufen, zeigt ein einziger realer Tag: Am 13. April 2024 war mittags so viel Solarstrom im Netz, dass er kaum unterzubringen war. Abends, als die Sonne weg war, wurde Strom knapp.

Echte Marktdaten · SMARD

Day-Ahead-Preis DE/LU · 13. April 2024

Überschuss Knappheit 80 40 0 −40 €/MWh 0 6 12 18 24 Uhr −55 €/MWh +73 €/MWh
Mittags: Überschuss
Solar liefert mehr, als gebraucht wird, der negative Preis zeigt den Überfluss. Der Speicher nimmt ihn auf, statt ihn abzuregeln.
Abends: Knappheit
Solar fällt weg, der Verbrauch steigt, Strom wird knapp. Der Speicher gibt die gespeicherte Energie zurück ins Netz.
Day-Ahead-Großhandelspreis Deutschland/Luxemburg, 13. April 2024 (Stundenwerte). Quelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de, CC BY 4.0.

Batteriespeicheranlagen nehmen den überschüssigen Strom auf, statt ihn abzuregeln, und geben ihn zurück, sobald er gebraucht wird. So glätten sie genau die Ausschläge, die sonst das Netz belasten und fossile Reservekraftwerke anwerfen.

Kostendruck

Was uns das fehlende Speicher-Polster kostet.

Drei Zahlen, an denen sichtbar wird, warum jeder zusätzliche MW Speicher politisch und wirtschaftlich gebraucht wird.

0 Mrd. €
Netzengpassmanagement 2023 in Deutschland
0 Mrd. €
Netzengpassmanagement 2022 und 2023 zusammen
0 TWh
zusätzlicher Strombedarf bis 2035 (vs. 2023)

Quellen: Bundesnetzagentur, eigene Hochrechnung.

Funktionsweise

Was ein Batteriekraftwerk im Alltag leistet.

  • Solar speichern

    Sonnenstrom zur Mittagsspitze nimmt der Speicher auf und gibt ihn abends ins Netz zurück.

  • Wind puffern

    Windstrom bei Sturm wird gespeichert und steht zur Verfügung, wenn Flaute herrscht.

  • Netz stabilisieren

    Schwankungen aus Last und Erzeugung werden in Millisekunden ausgeglichen, das Netz bleibt stabil.

  • Versorgung sichern

    Strom steht zuverlässig zur Verfügung, auch wenn Wind und Sonne gerade pausieren.

Ergänzung statt Konkurrenz

Wind, Solar und Speicher: drei Rollen in einem System.

Wind und Solar liefern Strom, wenn die Bedingungen es erlauben. Batteriespeicher liefern ihn, wenn er gebraucht wird. Das ist keine Konkurrenz, sondern Arbeitsteilung: Alle drei Technologien übernehmen eine eigene Rolle im Verbundsystem.

Technologie Erzeugt Strom Planbar Flexibel Kurzfassung
Wind
Erzeugt CO₂-frei, aber wetterabhängig und kaum steuerbar.
Solar
Erzeugt CO₂-frei, tagsüber planbar, nachts und im Winter nicht.
Batteriespeicher
Erzeugt nicht selbst, macht Erneuerbare aber planbar und das Netz flexibel.

Für wen sich ein Batteriekraftwerk lohnt

Sie haben Fläche, vertreten eine Kommune oder investieren?

Was ein Batteriespeicher konkret für Sie bedeutet, ob Pacht, Gewerbesteuer, Beteiligung oder Vermarktung, finden Sie kompakt auf den passenden Partner-Seiten.

FAQ

FAQ Batteriespeicher

Welche Zellchemie kommt zum Einsatz?

Wir setzen vorrangig auf Lithium-Eisenphosphat (LFP). LFP enthält weder Cobalt noch Nickel oder Cadmium, also keine kritischen Konfliktrohstoffe. Die Anodenchemie macht die Zellen außerdem thermisch deutlich stabiler als ältere NMC-Zellen.

Wie sieht es mit Konfliktrohstoffen aus?

LFP-Zellen vermeiden Cobalt, Nickel und Cadmium vollständig. Lithium beziehen wir bevorzugt aus Vorlieferanten mit transparenter Herkunftsdokumentation. Australischer Hartgesteinsabbau ist ökologisch deutlich weniger belastend als manche südamerikanische Solequellen.

Wer profitiert von der Gewerbesteuer?

Mit dem Jahressteuergesetz 2024 wurde die Zerlegung neu geregelt: Etwa 90 % der Gewerbesteuer einer Batteriespeicheranlage verbleiben am Standort der Anlage. Damit profitiert die Standortkommune unmittelbar und dauerhaft.

Welche Vorteile hat ein Batteriespeicher fürs Stromnetz?

Stabilität (Frequenz- und Spannungshaltung), Flexibilität (schnelle Reaktion auf Lastspitzen), Vermeidung von Netzausbau und Reduktion teurer fossiler Spitzenlastkraftwerke.

Welche Einnahmequellen hat ein Speicher?

Mehrere parallel: Regelenergie (FCR, aFRR, mFRR), Strommarkthandel (Day-Ahead, Intraday), Arbitrage zwischen günstigen und teuren Stunden, perspektivisch Kapazitätsmechanismen, optional langfristige PPAs.

Wie wird ein Batteriespeicher ins Landschaftsbild integriert?

Speicher werden in der Regel deutlich abseits von Wohngebieten errichtet, Sichtachsen werden berücksichtigt. Simulationen und akustische Studien stellen sicher, dass die Anlage visuell und auch im Betrieb verträglich bleibt. Hecken, Baumreihen oder Erdwälle können den Standort nahezu unsichtbar machen.

Wie hoch ist das Brandrisiko bei modernen Speichern?

Stationäre Netzspeicher haben eine geringere Energiedichte als mobile Anwendungen und sind nicht den Belastungen durch Abnutzung oder äußere Einflüsse wie Verkehrsunfälle ausgesetzt, die bei Fahrzeugbatterien das Risiko erhöhen. Heutige Batteriespeicheranlagen arbeiten zusätzlich mit mehrstufigen Batteriemanagement- und Sicherheitssystemen, die thermisches Durchgehen praktisch ausschließen. Materialwahl (LFP-Chemie), Brandmelde- und Löschsysteme nach EU-Vorschrift vervollständigen das Konzept. Das Brandrisiko ist heute sehr gering.

Wie lange dauern Bau und Inbetriebnahme?

Der modulare Aufbau einer Batteriespeicheranlage minimiert Bauzeit und Störung vor Ort: wenige Wochen bis Monate für die eigentliche Baumaßnahme. Während des Komponententransports ist das Verkehrsaufkommen temporär erhöht. Im laufenden Betrieb ist die Wartung minimal und für die Anwohner nicht spürbar.

Beratung

Wir beraten Sie gerne.

Ob Fläche, Projekt oder Kooperationsidee, ein erstes Gespräch ist immer kostenfrei und unverbindlich.

Telefon

(030) 91 61 16 93

E-Mail

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Wir antworten innerhalb von zwei Werktagen.

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