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Stadtwerke · Netzbetreiber · EVU

Batteriespeicher: Infrastruktur für die Energiewirtschaft.

Netzengpässe und begrenzte Anschlusskapazitäten fordern die Branche technisch, wirtschaftlich und regulatorisch. Batteriespeicher nutzen das vorhandene Netz besser: flexibel, wirtschaftlich, ohne aufwendigen Ausbau.

Kombination, nicht Konkurrenz

Netzdienlich, vermarktbar und anschlussfähig in einem System.

Batteriespeicher kombinieren drei Wirkungen, die früher getrennt gedacht wurden: netzdienliche Fahrweise, kommerzielle Flexibilitätsvermarktung und flexible Netzanschlussmodelle, ohne kostenintensiven Netzausbau.

Durch ein speziell auf den Netzanschlusspunkt zugeschnittenes Betriebskonzept werden Netzengpässe vermieden und Überlastungen reduziert, bevor sie entstehen.

Grafik folgt: Auslastung HS/MS-Verteilnetz

Flexibler Netzanschluss

§ 17 Abs. 2b EnWG: drei Hebel statt Trassenausbau.

Statt dauerhaft neue Leitungen zu bauen, lassen sich Speicher auch bei begrenzter Netzkapazität anschließen, über vertraglich geregelte, flexible Modelle.

  • 01

    Temporäre Restriktionen

    Statische oder dynamische Begrenzungen der Einspeise- bzw. Entnahmeleistung, vertraglich vereinbart und nur zeitweise wirksam.

  • 02

    Intelligente Fahrweisen

    Steuerbare Betriebsmodi, die auf Netzsignale reagieren, z. B. abregeln bei Engpässen, einspeisen bei Bedarf.

  • 03

    Flexible Betriebsmodelle

    Angepasst an die konkrete Netzsituation: last-geprägt vs. einspeise-geprägt, je nach Standort und Tageszeit.

Wirkungsweise im Netz

Netzengpässe reduzieren, ohne Netzausbau.

Gezielte Speicherung und zeitversetzte Einspeisung verhindern Überlastungen, bevor sie entstehen. Das vorhandene Netz wird effizienter genutzt, bei höherer Versorgungssicherheit und geringeren Betriebskosten.

  • Netzdienliche Entlastung bei lokalen Engpässen, vor Ort, ohne neue Trasse.
  • Zwischenspeicherung von Solar- und Windspitzen, die sonst abgeregelt würden.
  • Glättung von Lastspitzen aus Industrie und Gewerbe, bevor sie zur Belastung werden.
  • Reduktion teurer Redispatch-Maßnahmen und damit auch der Systemkosten.
  • Höhere Versorgungssicherheit bei gleichzeitig geringeren Netzbetriebskosten.

Peak-Shaving · Netzentgelte

Lastspitzen kappen, Netzentgelte senken.

Reduziert ein Speicher die höchste Viertelstunden-Spitze gegenüber dem vorgelagerten Netzbetreiber, sinken die Leistungskosten unmittelbar. Ein konkretes Rechenbeispiel:

Szenario

Lastgang steigt ab 18:00 Uhr für 45 Minuten von 39 MW auf 43 MW, fällt dann auf 41 MW und sinkt nach weiteren 75 Minuten wieder unter 39 MW. Der vorgelagerte Netzbetreiber rechnet einen Leistungspreis von 140 €/kW pro Jahr auf Basis der höchsten Viertelstunde.

Ein Batteriespeicher mit nur 5,5 MWh liefert während dieser 120 Minuten genug Energie, um die Spitzenlast wieder auf 39 MW zu drücken.

0 Mio. €
Leistungskosten ohne Speicher (43 MW Spitze)
0 Mio. €
Leistungskosten mit Peak-Shaving (39 MW)
0 €
Ersparnis Netzentgelte pro Jahr

Annahmen illustrativ, konkrete Werte hängen vom Lastgang und vom regionalen Leistungspreis ab.

Grafik folgt: Lastgang mit / ohne Speicher

FAQ

Häufige Fragen aus Stadtwerken, Netzbetreibern und EVU

Warum machen Batteriespeicher für Stadtwerke Sinn?

Stadtwerke vereinen Netzbetrieb, Energieversorgung und teils auch Erzeugung. Batteriespeicher wirken als zentrales Infrastruktur-Asset, das Netzstabilisierung und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet und damit zu einer renditestarken Beteiligung wird.

Wie können intelligente Lösungen lokale Netzengpässe vermeiden?

Der wachsende Ausbau Erneuerbarer, neue Lastspitzen aus Industrie und Gewerbe sowie begrenzte Netzkapazitäten führen zu lokalen Engpässen. Klassischer Netzausbau ist teuer, langwierig und regulatorisch komplex. Speicher entlasten das vorhandene Netz, statt es jedes Mal neu zu bauen.

Was sind die Vorteile von Batteriespeichern für Stadtwerke?

Drei zentrale Effekte: Netzengpässe reduzieren, Netzentgelte senken und Flexibilität wirtschaftlich vermarkten. Netzdienliche Fahrweisen entlasten lokale Engpässe; netzneutrale Speicheranteile generieren Erlöse aus den Flexibilitätsmärkten.

Wie helfen Speicher bei der Reduktion von Netzentgelten?

Indem sie Last- und Bezugsspitzen kappen, reduzieren sie die maximale Leistungs-inanspruchnahme gegenüber dem vorgelagerten Netzbetreiber. Bei einem Leistungspreis von typisch 100–150 €/kW p. a. macht jede gesparte MW Spitzenlast einen sechsstelligen Betrag jährlich aus. Anmerkung: Ein konkreter regulatorischer Rahmen für netzentgelt-wirksames Peak-Shaving ist im Entstehen.

Was bedeutet ein flexibler Netzanschluss nach § 17 Abs. 2b EnWG?

Der flexible Netzanschluss erlaubt den Anschluss von Batteriespeichern auch bei begrenzter Netzkapazität, indem Einspeise- oder Entnahmeleistung temporär (statisch oder dynamisch) begrenzt werden darf. Intelligente Fahrweisen und vertraglich geregelte Restriktionen ermöglichen so eine netzneutrale oder netzdienliche Integration, ohne kostenintensiven Netzausbau.

Können Speicher netzdienlich und wirtschaftlich gleichzeitig genutzt werden?

Ja, durch saubere Partitionierung der Speicherkapazität in netzdienliche und netzneutrale Anteile, gesteuert von einer gemeinsamen Betriebsführung. So lassen sich Netzanforderungen erfüllen und parallel Erlöse aus der Flexibilitätsvermarktung erzielen.

Kontakt

Sie sind Stadtwerk, EVU oder Netzbetreiber und suchen eine Lösung, die das Netz entlastet?

Wir nehmen uns Zeit für einen unverbindlichen Austausch. Erste Einschätzung kostenfrei, mit konkreten Zahlen für Ihren Netzbereich.

Telefon

(030) 91 61 16 93

E-Mail

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